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Woher kommen unsere beliebtesten Weihnachtslieder?

Weihnachtslieder gab es wohl schon so lang das Weihnachtsfest gefeiert wurde. Begonnen hatte alles mit Gregorianischen Gesängen in den frühchristlichen Klöstern. Auch im Mittelalter nahm der Gesang eine wichtige Rolle in den Andachten des Weihnachtsfestes ein.

Ab dem 17. Jahrhundert setzte dann ein wahrer „Boom“ in Sachen Weihnachtslieder ein.

Und heute kennt doch so ziemlich jeder einige der bekanntesten Lieder – und kann diese sogar mitsingen!

Das bekannteste deutschsprachige Weihnachtslied ist mit Sicherheit „Stille Nacht, Heilige Nacht“, welches am Heiligen Abend 1818 in einer kleinen Kirche in Oberndorf bei Salzburg uraufgeführt wurde. Heute gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist wohl jedem geläufig, der schon mal ein Weihnachtslied gehört hat. Um „Stille Nacht“ ranken sich die schönsten Legenden rund um den Organisten Franz Xaver Gruber und den Hilfspfarrer Joseph Mohr und wie sie sich dieses Lied ausdachten.

Auch „O du Fröhliche“ stammt mit seinem heutigen Text von Beginn des 19. Jahrhunderts. Allerdings hatten es schon viel früher sizilianische Fischer gesungen, von denen die Melodie stammt. Heute gehört es wie „Stille Nacht“ in die meisten weihnachtlichen Gottesdienste.

Weitaus besinnlicher geht es bei „Es ist ein Ros entsprungen“ aus dem 16. Jahrhundert zu. Hier wurden wohl verschiedene Versionen der Bibelworte aus dem Buch Jesaja zu einem Lied zusammengesetzt. Wie die beiden hier zuvor beschriebenen Lieder, ging auch der „Ros“ um die Welt und wurde in viele Sprachen übersetzt.

Auch „Vom Himmel hoch“ gehört zu den beliebtesten Weihnachtsliedern. Besonders die Tatsache, dass hier Martin Luther persönlich das Lied erdachte und komponierte. Mit 15 Strophen ist es wohl auch eines der längsten Weihnachtslieder.

Nach den vier „Großen“ der weihnachtlichen Musikgeschichte gibt es aber natürlich noch viele andere Lieder, die sich um das „schönste Fest im Jahr“ drehen.

Eines davon ist „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, das Mitte des 1837 vom Erfinder der heutigen Deutschlandhymne, Heinrich Hoffmann von Fallersleben, auf Papier gebracht wurde. Es stellte schon eine völlig neue Sicht auf das Christfest dar, in der vor allem der Weihnachtsmann plötzlich die Hauptrolle spielte.

In „Morgen Kinder wird’s was geben“ kann von Weihnachtsmann noch keine Rede sein, allerdings wird hier das herrliche Kinderfest beschrieben, zu dem sich Weihnachten in jener Zeit entwickelte.

Am Ende sollte man auch „Oh Tannenbaum“ nicht vergessen, eines der schönsten alten deutschen Weihnachtslieder. Es wurde bereits im 16. Jahrhundert komponiert und lebt bis heute unter vielen Weihnachtsbäumen weiter.

Übrigens gefiel dem US-amerikanischen Bundesstaat Maryland das Lied so gut, dass es „Oh Tannenbaum“ zu  seiner Landeshymne machte.

[Gesamt:5    Durchschnitt: 3.2/5]

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